Dennis Hartmann – der Beidhänder hängt die Schuhe an den Nagel

Dennis Hartmann beendet nach acht Jahren seine aktive Karriere bei der TSG Söflingen. In 93 Einsätzen erzielte er 227 Tore, davon 79 allein in dieser Saison – sein persönlicher Bestwert (3. Liga nicht erfasst). Die Entscheidung zum Karriereende „kommt nicht an einem Tag, sondern ist ein Prozess, über den man sich zwangsläufig irgendwann Gedanken macht“, erklärt Hartmann selbst. Körperliche Signale nach wiederholten Verletzungen haben ihn letztlich zu diesem Schritt bewogen.

Im Sommer 2017 wechselte er aus Laupheim an den Kuhberg, weil er „im regionalen Handball sportlich erfolgreich sein“ wollte. Dieser Wunsch hat sich erfüllt: Bereits im ersten Jahr kämpfte er sich in die Stammformation und wuchs zum Führungsspieler heran. Sein persönlich schönster Moment ist mit dem Aufstieg in die 3. Liga verbunden „außergewöhnlich intensiv und dennoch schön“, wie er sagt. Dankbar blickt er auf seine Mitspieler und die Fans: „Ihr wart immer da und habt uns getragen.“

Trainer Philipp Eberhardt lobt Hartmann als „absoluten Führungsspieler und Vorbild an Einsatz und Mentalität. Er hat nie den Kopf weggedreht und prägte unser Spiel über viele Jahre.“ Auf dem Feld war die Zweikampfhärte sein Markenzeichen, abseits davon diente er jungen Kollegen als Mentor.

Nach seinem Abschied will Hartmann die freie Zeit genießen und sich auf den Erwerb einer Trainerlizenz vorbereiten – „ich bleibe dem Handball treu und werde sicher manchmal in der Halle stehen, aber nicht mehr als Spieler.“ Außerdem plant er im Oktober eine größere Reise, die in den vergangenen Jahren nicht möglich war.

Acht Jahre voller Höhepunkte, Tiefen und unvergesslicher Geschichten enden mit seinem Karriereende. Doch ganz ohne ihn muss die TSG nicht auskommen: In welcher Rolle er zurückkehrt, wird nach der Saison geklärt. Lieber Harti, danke für dein unermüdliches Herzblut und deine 227 Tore – wir freuen uns auf alles, was noch kommt!