Herren 1: Bann gebrochen

Die Oberliga-Handballer der TSG Söflingen haben am Samstagabend nach sechs sieglosen Spielen das Parkett in der Kuhberghalle endlich wieder mit einem glücklichen Gesichtsausdruck verlassen können. Den Gegner aus dem südhessischen Viernheim konnte man mit 27:23 besiegen und hat die rote Laterne damit auch direkt wieder an Bönnigheim zurückgegeben.

Gewinnen ist ein schöneres Gefühl

„Gewinnen ist einfach ein schöneres Gefühl als Verlieren“, sagte Trainer Philipp Eberhardt nach der Partie. „Im Angriff haben wir uns unter den gegebenen personellen Voraussetzungen schwergetan. In der Abwehr dagegen haben wir diszipliniert und mit viel Leidenschaft an unserem Plan festgehalten und damit auch Moritz Schumacher geholfen, in seinem ersten Spiel als Nummer 1 eine grandiose Leistung auf diesem Niveau zu zeigen.“ Moritz Schumacher musste kurzfristig einspringen, nachdem am Ende der Woche klar wurde, dass Marco Marques nicht einsatzfähig sein würde. Neben dem Tormann standen auch vier weitere Spieler aus der zweiten Mannschaft im Kader. „Wir sind sehr dankbar, dass uns derzeit so viele Spieler aus der zweiten Mannschaft im Trainings- und Spielbetrieb unterstützen.“ Die personelle Situation wird auch in den verbleibenden drei Spielen vor Weihnachten schwierig bleiben, ehe in der Rückrunde die ersten Langzeitverletzten voraussichtlich zurückkehren.

Ausgeglichener Start mit direkter Disqualifikation

Von Beginn an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel in der Kuhberghalle. Nach fast drei Minuten gelang Marc Krieger der erste Treffer zum 1:0. Viernheim legte beim 3:2, 4:3 und 5:4 stets vor. Die vier Söflinger Treffer erzielte Patrick Klöffel, der zehn Sekunden nach dem 5:5 in der 12. Minute mit einer roten Karte nach einem Gesichtstreffer nur noch von der Tribüne zuschauen durfte. In der Folge übernahmen die TSG-Handballer mehr und mehr die Kontrolle über den Gegner und gingen nach 22 Minuten erstmals mit drei Toren zum 12:9 in Führung. Mit dem 17:15 wurden die Seiten gewechselt.

Wenig Tore in der zweiten Halbzeit

Die zweite Halbzeit wurde von den Abwehrreihen dominiert. Während man im ersten Spielabschnitt noch selbst 17 Tore erzielen konnte, waren es in Halbzeit zwei addiert nur noch 18 Tore. Das Spiel blieb über 18:17 (36.), 20:18 (43.) und 22:20 (53.) weiter knapp, doch waren die Söflinger immer in Führung. In der Schlussphase kehrte auch Kevin Kraft mit vier Toren auf Rechtsaußen zurück auf das Spielfeld.

Noch drei Spiele

Im Kalenderjahr 2025 haben die Söflinger nun noch drei Spiele zu absolvieren. Den nächsten Sieg wollen die TSG-Handballer am kommenden Sonntag bei der SG Schozach-Bottwartal feiern. Anpfiff ist am Sonntag um 18 Uhr.

TSG Söflingen: Oliver Schanzel (5), Marius Widmann (5), Patrick Klöffel (4), Kevin Kraft (4), Roland Kroll (4), Marc Krieger (2), Moritz Veil (2), Simon Bauer (1), Lars Bachner, Florian Dörfler, Valentin Klemens Engelhardt, Faris Hadzic, Marvin Kruzinski, Moritz Schumacher, Benjamin Schönemann Offizielle: Philipp Eberhardt, Jannik Seitz

TSV Amicitia 06/09 Viernheim: Norman Merkel (5), Sven Walther (5), Steven Beck (4), Marco Kimpel (3), Philipp Oswald (3), Robin Helbig (2), Frederik Schmitt (1), Jonas Böckly, Marcel Deege, Hossameldin Hassanien, Johannes Kadel, Patrick Koch, Leon Schaal, Lars Wilkening Offizielle: Dominik Seib, Erkan Öz