Am Samstagabend um 18 Uhr treten die Oberliga-Handballer der TSG Söflingen in der Bettwiesenhalle beim Tabellenführer SKV Unterensingen an. Nach der kurzfristigen Spielabsage zuletzt und einem spielfreien Wochenende geht es für die TSG damit direkt in die wohl schwierigste Aufgabe der Liga. Gegen den souveränen Spitzenreiter wollen die Söflinger dennoch mutig auftreten und an die Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen.
Dominant in eigener Halle
Unterensingen präsentiert sich in dieser Saison vor heimischem Publikum äußerst stabil. Lediglich zum Auftakt gegen Lauterstein musste der SKV eine Niederlage hinnehmen, Wolfschlugen erkämpfte sich im zweiten Heimspiel ein Unentschieden. Seitdem folgten meist deutliche Heimsiege. Mittlerweile hat sich der Tabellenführer ein Polster von sechs Punkten auf Rang zwei erspielt und untermauert damit seine Ambitionen.
Breite statt Einzelkönner
Die Konstanz und Ausgeglichenheit im Kader sind dabei zentrale Erfolgsfaktoren. Im Gegensatz zu vielen anderen Teams verfügt Unterensingen nicht über einen klar herausragenden Toptorschützen, sondern über mehrere gleichwertige Gefahrenquellen. Zwischen 65 und 52 Treffern liegen Brändle, Kenner, Münch, Fuhrmann und Werbitzky. Diese Variabilität macht die Mannschaft schwer auszurechnen.
Dennoch sticht mit Sandro Münch der Kopf des Teams heraus. Er strukturiert das Spiel, bringt seine Mitspieler immer wieder in gute Abschlusspositionen und übernimmt Verantwortung in entscheidenden Momenten. Ihn in den Griff zu bekommen, wird eine der Hauptaufgaben der Söflinger Defensive sein.
Hinspiel auf Augenhöhe
Dass Unterensingen jedoch keineswegs unschlagbar ist, zeigte das Hinspiel. Beim knappen 30:31 mussten sich die Söflinger erst sieben Sekunden vor Schluss geschlagen geben. Über die gesamte Spielzeit hinweg begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe.
„Es gibt in der Liga aktuell keine schwerere Aufgabe – auswärts beim souveränen Tabellenführer. Gleichzeitig freuen wir uns aber auf diese Herausforderung. Im Hinspiel haben wir gezeigt, dass ein Duell auf Augenhöhe möglich ist. Klar ist jedoch: Am Samstag muss alles passen, um erfolgreich zu sein“, sagt TSG-Trainer Philipp Eberhardt.
