Aus Kontrahenten werden Verbündete

Ab der kommenden Saison werden die Jugendmannschaften aus Blaustein und Söflingen als JSG TSV Blaustein – TSG Söflingen gemeinsam am Spielgeschehen teilnehmen.

Was in dieser Saison als Pilotprojekt mit der Zusammenlegung der männlichen B-Jugend begann, gipfelte in Gesprächen zwischen den Jugend- und Abteilungsleitern der beiden Vereine. Allen Beteiligten ist die brenzlige Situation im Nachwuchsbereich bewusst. Auch in dieser Saison sind einige Teams beider Vereine „gerade so“ spielfähig. Dennoch mussten auch Begegnungen mangels Spieler abgesagt werden. Dies ist natürlich überaus bedauerlich und in der Außenwirkung gar „peinlich“.

Das ausgesprochene Ziel der Jugendspielgemeinschaft ist es langfristig sich im Jugendbereich als die Nr. 1 im Bezirk zu etablieren und mit jeder Altersstufe mindestens mit zwei Teams am Spielgeschehen teilzunehmen, optimaler Weise jeweils der leistungsorientierte Jahrgang auf Verbandsebene.

Die Vorteile einer Jugend-Spiel-Gemeinschaft wurden von den Verantwortlichen wie folgt benannt:

  • Spielfähige Mannschaften auf Basis des Leistungsniveaus: Das ausgesprochene Ziel beider Vereine ist langfristig jede Jugend mit mindestens zwei Mannschaften am Spielgeschehen teilnehmen zu lassen. Das ist für die Kinder und Jugendlichen optimal, da talent- und leistungsorientiert trainiert werden kann. Somit kann Handball auch als „Breitensport“ gefördert werden. Jeder findet seinen Platz gemäß seinem Leistungsniveau.
  • Talentschmiede für die aktiven Teams: Leistungsorientiertes Training soll langfristig für Nachwuchsspieler der beiden 4. Liga-Teams und der Reservemannschaften der beiden Vereine bringen.
  • Effektiver Einsatz der vorhandenen Ressourcen (Trainer, Betreuer, Hallenzeiten): Organisatorischer Aufwand muss nur „einmal“ aufgewendet werden, z.B. Spielplanerstellung etc. Zusätzlich können die vorhandenen Trainer und Betreuer sich optimal ergänzen und wir können qualifizierte Trainer für die Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen bieten. Zusätzlich können wir die vorhandenen Hallenzeiten beider Vereine aufteilen, so dass ein „professioneller“ Trainingsbetrieb ermöglicht wird. Die Fahrtwege für Beide werden fair aufgeteilt. Ziel ist es, dass in Zukunft alle Trainer lizenziert sein werden.
  • Gastspielrecht für Spieler anderer Vereine: Mit der wichtigste Faktor um im Jugendbereich das Aushängeschild der Region zu werden, ist das Gastspielrecht. Hier können Talente anderer Vereine in einer höherklassig spielenden Mannschaft „gastieren“. Im Prinzip ein Doppelspielrecht für zwei Vereine. Somit verlieren die Heimatvereine ihre talentierten Spieler nicht, sondern bieten ihnen eine doppelte Ausbildung, was natürlich auch Vorteile für den Heimatverein hat.

Die Jugendverantwortlichen Boris Fischer (ab Saison 2018/19 Michael Kuger) und Marc Schmid freuen sich über die Zusammenarbeit: „Wir besprechen diese Möglichkeit bereits seit Jahren, jetzt endlich können wir davon profitieren und unseren Kindern und Jugendlichen eine optimale Handball-Ausbildung bieten.“ Durch die große Leistungsvielfalt der aktiven Mannschaften können wir jedem Spieler nach seiner Jugendzeit auch im aktiven Bereich das passende Leistungsspektrum bieten.

Als Bindeglied zwischen den aktiven Mannschaften beider Vereine konnte Harald Michaeler als A-Jugendtrainer der JSG gewonnen werden. Er wird eng mit den aktiven Trainern im Kontakt stehen um Spielsysteme bereits in der A-Jugend zu vertiefen, die später im aktiven Bereich gespielt werden. Er kennt beide Vereine bestens, sowohl als Spieler, als auch als Trainer. „Wir möchten uns bei beiden Hauptvereinen für die schnelle Entscheidungsfindung bedanken“ sind sich Marc Schmid, Jugendleiter des TSV Blaustein und Philipp Eberhardt, Abteilungsleiter TSG Söflingen einig. „Wir sind uns sicher, dass aus den immer konstruktiven Gesprächen eine für die Zukunft solide Zusammenarbeit entsteht, die für den Ulmer Handball förderlich sein wird.“

Erstes Treffen und Kennenlernen

Bereits am vergangenen Freitag, den 23.03.2018 fand das erste Trainertreffen statt, da die Qualifikationsrunden der Jugenden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ein kurzes Kennenlernen, Trainingszeiten und Hallen verteilen und in die Planung gehen. Wichtig ist den Verantwortlichen und Initiatoren Marc Schmid und Boris Fischer, dass der Übergang vom Spielbetrieb hin zur Vorbereitung und Qualifikation reibungslos funktioniert. „Wir sind alle mit Begeisterung dabei, denn nur mit der JSG können wir unseren Kindern und Jugendlichen einen optimalen Trainings- und Spielbetrieb bieten.“ so A-Jugend-Trainer Harald Michaeler, der beide Vereine sehr gut kennt.

Eine erste gemeinsame Aktion ist für das anstehende Derby am kommenden Donnerstag, den 29.02.2018 geplant. Dort werden die 4. Liga-Teams mit den Kindern der Minis-, F- und E-Jugend einlaufen.